Erstkommunionkinder stellten sich vor

Pfarrei Thurmansbang verabschiedete ausgeschiedene Kirchenverwaltungsmitglieder

Wie einst Jesus im Tempel „dargestellt“ wurde, stellten sich die diesjährigen Erstkommunionkinder an „Mariä Lichtmess“ der Pfarrgemeinde vor. Gleichzeitig wurden die ausgeschiedenen Mitglieder der Kirchenverwaltung verabschiedet.

„Komm‘ her, freu dich mit uns, denn der Herr will unter den Menschen sein“ sangen die Kinder mit der Pfarrgemeinde beim Einzug des Pfarrers mit dem liturgischen Dienst. Pfarrer Benedikt Oswald freute sich, dass alle sechs Thurmansbanger Erstkommunikanten gekommen seien und ihre Erstkommunionkerzen, Tischkerzen und die selbst gebastelten Rosenkränze mitgebracht haben, die er gerne segnen wolle. Wie einst Jesus von seinen Eltern im Tempel dargestellt wurde, so wollen sich auch die Kommunionkinder der Pfarrgemeinde vorstellen, so der Geistliche. Mit einer Lichtmeditation und den Fürbitten gestalteten sie mit ihren Eltern den Gottesdienst mit.

„Ich heiße … und komme aus …“ stellten sich anschließend die Kinder mit Vornamen und Wohnort vor und zwar: Elias Murr, Aileen Scheungraber, Teresa Grantner, Franz-Leon Anetzberger, Lukas Wagner und Leonie Brückl. Als Motto für die Erstkommunion haben sie sich den Spruch „Ich bin das Brot des Lebens“ ausgewählt, der die Mitte einer Tafel mit den jeweiligen Konterfeis der Erstkommunikanten bildet. In der Kommunionvorbereitung dürfen die Kinder selbst Brot backen.

In ihrer Lichtmeditation befassten sich die Kinder mit dem Wirken Jesus, dem Licht des Lebens. „Das Licht vertreibt die Finsternis – Jesus möchte alles Dunkle und Böse aus unserem Herzen vertreiben“. Es spende Wärme und Leben, „damit wir mehr an die anderen denken“. Das Licht zeige uns aber auch den Weg zum Vater im Himmel, nehme die Angst und schenke Geborgenheit und Liebe, spende Trost, der die Trauer vertreibt und schenke Freude, die Jesus in die Welt gebracht habe, stellten die Kinder fest.

In seiner Predigt wandte sich Pfarrer Oswald den Kindern zu und charakterisierte die bei der Darstellung Jesu im Tempel anwesenden „alten Leute“ Simeon und Hanna. Sie seien Propheten, welche auf verschiedene Weise das Kommen Jesu ankündigten. „Was hat das mit uns zu tun“, fragte er die Kinder und gab selbst die Antwort: Hanna sprach von Christus, was „der Gesalbte“ bedeute, so der Pfarrer; die Kinder seien bei ihrer Taufe ebenfalls mit dem Chrisam-Öl gesalbt und so hineingenommen worden in die Beziehung zu Gott. Simeon hingegen nahm die Eltern als „Zeugen des Glaubens“, wie das auch die Eltern der Kommunionkinder seien. Das bedeute „ohne die Eltern geht nix“, wandte sich der Geistliche an die Eltern und forderte sie zum Mitmachen bei der Kommunionvorbereitung auf.

Auch die anschließend zu ehrenden Pfarrangehörigen haben „mitgemacht“ und sich in der Pfarrei engagiert, führte Pfarrer Oswald weiter aus. Da sie bei der Wahl der Kirchenverwaltung nicht mehr kandidierten, sei es nun Zeit, ihnen Dank und Anerkennung für ihren bisherigen Dienst auszusprechen. Der wiedergewählte Kirchenpfleger Konrad Pfoser dankte den Ausscheidenden für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden sechs Jahren, in der man in 22 Sitzungen die baulichen und administrativen Aufgaben besprochen und bewältigt habe. So sei in dieser Zeit die Pfarrkirche renoviert worden, wofür die Pfarrei 120.000 Euro aufzubringen hatte. Außerdem seien Räume für die Senioren geschaffen und der kirchliche Friedhof betreut worden. Schließlich wurde der „neue“ Pfarrhof renoviert, um den Einzug von Pfarrer Benedikt Oswald vorzubereiten, den man im letzten Herbst in der Pfarrei willkommen heißen durfte. Überschattet war die Amtsperiode vom frühen Tod des bisherigen Kirchenpflegers Konrad Gölzhäuser, erinnerte Pfoser. Mit Blumen sagten Kirchenpfleger und Pfarrer den ausscheidenden Kirchenverwaltungsmitgliedern Birgit Wolf, Franz Greipl und (in Abwesenheit) Birgit Schwarzbauer „ein herzliches ‚Vergelt’s Gott!‘ für eure geleistete Arbeit“.

In den Fürbitten baten fünf Mütter für alle Menschen, wobei sie jeweils eine brennende Kerze am Altar abstellten: Durch das Licht Jesus möge es für alle hell werden, die Menschen wieder neues Vertrauen fassen, Zuversicht erlangen, Geduld lernen, Freude erfahren und neue Hoffnung schöpfen. Zum gemeinsam gebeteten „Vater unser“ durften alle Kinder sich um den Altar scharen und sich anschließend den Friedensgruß entbieten. Zum Schluss des Lichtmess-Gottesdienstes spendete der Pfarrer allen Gläubigen den Blasiussegen.

Ein Bericht von Georg Thurnreiter vom 4.02.2019

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