Ein Haus der Begegnung, erfüllt mit Leben

3. Baby-Empfang im Kinderhaus St. Elisabeth

Thurmansbang. Zum dritten Mal haben Gemeinde, Pfarrei und Kinderhaus St. Elisabeth die im abgelaufenen Jahr geborenen 19 „Neubürger“ zu einem „Baby-Empfang“ eingeladen und fast alle – drei waren entschuldigt – sind mit Mama und meist auch Papa gekommen, die sich im Kinderhaus umschauen, informieren aber auch gegenseitig kennenlernen konnten.

Deshalb war erst mal Stühle rücken angesagt, bis alle einen Platz im „Zwergerl“-Gruppenraum gefunden hatten. Schnell haben sich die „älteren“ Babys und die mitgekommenen Geschwisterchen inmitten der Sitzrunde zum Spielen zusammen gefunden, während die jüngsten friedlich im Tragekorb schlummerten oder auf dem Schoß von Mama oder Papa staunend in die Runde schauten.

Pfarrer Manfred Wurm entbot als Träger des Kinderhauses allen ein herzliches „Grüß Gott!“. Das Treffen solle die Möglichkeit eröffnen, sich mit dem Kinderhaus vertraut zu machen und auch das Team kennen zu lernen, dem man sein Kind später einmal anvertrauen möchte. Im guten Konsens mit der Gemeinde sei man bemüht, die Einrichtung auf dem neuesten Stand zu halten und das Beste zum Wohle der Kinder zu ermöglichen. Es handle sich schon lange nicht mehr nur um eine Kinder-Bewahranstalt, sondern die Kinder lernen fürs Leben. Dafür sei das Kinderhaus-Team „bestens geeignet“, so Wurm.

Dem pflichtete Bürgermeister Martin Behringer bei, der auf das veränderte „Gesicht“ des Kinderhauses verwies. Auch baulich habe sich in den letzten 20 Jahren einiges geändert; so sei der neue U-3-Bereich für die Kleinsten dazu gekommen und das Haus insgesamt saniert und den neuesten Anforderungen angepasst worden. Für die Kleinen habe er ein „KoKi-Sackerl“ des „Netzwerks frühe Kindheit“ und ein Latzerl mit dem Gemeindewappen mitgebracht. Bei Kaffee und Kuchen können sich die Eltern gegenseitig kennen lernen und „hoffentlich“ auch positive Eindrücke vom Kinderhaus gewinnen, so Behringer.

Das Leitungsteam, Elisabeth Baumann und Melanie Blöchl, stellten anschließend das Kinderhaus und dessen Leitbild vor. Es gelte, den Familien einen guten Ort anzubieten und sie ein Stück ihres Lebensweges zu begleiten. Den kleinen „Gästen“ wolle man den inneren Halt geben, bis sie selbst Vertrauen in ihre Umgebung, Vertrauen zu Menschen und Vertrauen in die Welt entwickeln. Diese Philosophie sei in der Reggio-Pädagogik verankert und motiviere dazu, stets „in Bewegung“ zu bleiben. Das Kinderhaus betreue mit 10 Mitarbeiterinnen in drei Gruppen – Zwergerl-, Sternen- und Sonnenschein-Gruppe – 58 Kinder. Melanie Blöchl wies auf die variabel buchbaren Besuchszeiten hin, die auch preislich gestaffelt seien. Für unter 3-Jährige seien drei, darüber fünf Tage buchbar. Kinder ab 3 Jahren dürften auch im Schulbus mitfahren. Der Förderverein gewähre für unter 3-Jäh-rige 20 Euro, der Freistaat Bayern im letzten Kindergartenjahr 100 Euro Zuschuss. Die „Zwergerl-Gruppe“ werde von Renate Lang geleitet. Abschließend wies Melanie Blöchl auf die bestehenden Mutter-Kind-Gruppen hin.

Doch dann wuchs die „Unruhe“ und die Kinder wollten ihren Spieldrang ausleben, während die Muttis und die überaus zahlreich vertretenen Väter im regen Erfahrungsaustausch reichlich Gesprächsstoff fanden. Die neugestalteten Räume im sanierten Kinderhaus wurden besichtigt und über das vielfältige Angebot des Kinderhauses gestaunt. Bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen – der Bürgermeister spendierte gar eine Erdbeer-Kiwi-Torte – klang der Baby-Empfang in gemütlicher Runde aus. – th

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Im großen Rund der „Kinderkrippe“ fand ein reger Erfahrungsaustauch der zahlreich erschienen Eltern beim 3. Baby-Empfang im Kinderhaus St. Elisabeth statt, wozu auch Gruppenleiterin Renate Lang (v.l.), Pfarrer Manfred Wurm, Bürgermeister Martin Behringer (im Hintergrund) mit dem Lei-tungsteam Melanie Blöchl und Elisabeth Baumann gekommen waren.

Foto: Thurnreiter

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