Das Christkind lädt zu seinem Markte ein – „und alle sollen willkommen sein“
Viele Besucher strömten zum 5. Thurmansbanger Christkindlmarkt auf den „Schulplatz“

Thurmansbang. Der „Thurmansbanger Christkindlmarkt“, der am frühen Samstagnachmittag seine „Pforten“ öffnete, erfreut sich auch in seiner 5. Auflage wachsender Beliebtheit. In Scharen zogen die Besucher in das weihnachtlich geschmückte Rund des „Schulplatzes“ ein, um nach Herzenslust zu „gruschen“, schlürfen oder einfach zu genießen. Das Wetter schickte zwar zwischendurch einen Sprühregen, der aber dem bunten Treiben nichts anhaben konnte, das bis zum späten Abend anhielt.

Frische „Auszog‘na“, saftigen Bratwürst‘l vom Grill oder herzhafter Gulaschsuppe zu genießen, in advent- und weihnachtlicher Deko, Bastelsachen aller Art aus Holz, Keramik, Bienenwachs und Stoff, Schmuck, Missio-Produkten und „Wundertüten“ zu „gruschen“ oder genüsslich eine Feuerzangen-Bowle, Glühwein oder Punsch zu schlürfen, Plätzchen, Lebkuchen oder „Kletzenbrot“ zu probieren oder sein Glück bei einer „Mini-Tombola“ zu versuchen – für dieses vielseitige Angebot aus Ess- und Trinkbarem, häuslichem und persönlichem Schmuck für die Advents- und Weihnachts-zeit sorgte im Wesentlichen das Kinderhaus St. Elisabeth mit Mitarbeiterinnen und Eltern(-beirä-ten).

Da bruzzelten Vatis Würstl, boten Muttis Weihnachtliches oder Trinkbares feil. Die Jugendfeuerwehr Thurmansbang hatte ein Lagerfeuer angezündet, an dem Stockbrot und Würstl gegrillt, sich aufgewärmt oder nur dem Treiben auf dem Platz zugeschaut werden konnte. Für die Kleinen war im Zelt eine „Bastel- und Malstube“ eingerichtet worden, die rege in Anspruch genommen wurde. Gartenbauvereins-Vorsitzender Gerhard Aschenbrenner holte eigenhändig die „frischen“ Krapfen aus der Fettwanne, die ihm buchstäblich aus den Händen gerissen wurden. Die Ministranten hatten Bienenwachs-Kerzen und Mini-Ruten gebastelt und boten neben selbstgebackenen Lebkuchen vor allem Missio-Produkte an; zusätzlich gab es Tombola-Lose.

Der Frauenbund Thurmansbang hatte in bewährter Manier im Kessel über dem offenen Holzfeuer eine Feuerzangen-Bowle angerichtet. Dazu wurden diverse Liköre aus Holunder, Fichtensirup oder Bienenhonig, Apfel- und Kletzenbrot sowie selbst gefertigte Seifen angeboten. Letzteres gab es auch beim Elternbeirat der Grund- und Mittelschule, der außerdem eine herzhafte Gulaschsuppe feilbot. Eine private Anbieterin war mit Bastelsachen, Schmuck und weihnachtlicher Deko vertreten.

Jedes Kind durfte einen Wunschzettel mitbringen, der im „Himmelspostkasten“ landete und später an das Christkind in Himmelstadt gesandt wird. Dafür gab es ein Los, mit dem zum Schluss schöne Preise gewonnen werden konnten. Sehnsüchtig wurden schließlich der Hl. Nikolaus und das Christkind erwartet, die „standesgemäß“ mit einer von zwei schwarzen Rappen gezogenen Kutsche vorfuhren und mit dem Lied „Willkommen Bischof Nikolaus“ herzlich begrüßt wurden. Nach dem Advents-Kindergottesdienst in der Pfarrkirche (wir berichten gesondert), wohin man gemeinsam zog, hieß das Christkind (Rebecca Lüftl) in ihrem Prolog ebenfalls alle Besucher willkommen. Der Nikolaus (Martin Behringer) verteilte danach kleine Geschenke an die zahlreichen Kinder, von denen ihm einige ein Gedicht vortrugen oder ein Liedchen trällerten. Die Bläserklassen des Musikvereins spielten unter Leitung von Jürgen Huber dazwischen adventliche Weisen.

Bericht und Foto: Georg Thurnreiter

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