Erstkommunion Saldenburg 2017

Eine „doppelte“ Erstkommunion gefeiert – In Jesus verwurzelt bleiben
Pater Joseph aus Indien zelebrierte und zehn Kinder empfingen erstmals die Hl. Erstkommunion
Am Sonntag feierten in der Filialkirche „Zur Hl. Familie“ zehn Buben und Mädchen unter dem Motto „Jesus – unsere Wurzel“ die Hl. Erstkommunion. Erstmals zum Tisch des Herrn gingen dabei Emily Thaler, Felix Besendorfer, Maximilian Gsödl, Lucy Preis, Lena-Marie Miedl, Lena Datzmann, Johannes Hies, Jakob Gibis, Florian Kölbl und Adrian Wittke.
Doch nicht nur die Kinder, sondern auch Pater Joseph Raj Gaspar, der aus Indien stammt, durfte als Priester erstmals die Hl. Erstkommunion in Deutschland zelebrieren, wie er zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes in der Filialkirche erzählte. Pater Joseph segnete eingangs die schön verzierten Kommunionkerzen, die anschließend von zwei Tischmüttern am Altar entzündet wurden, ebenso die Kreuzchen, die er den Kinder umhängte. Zusätzlich segnete er Glaskreuze, welche die Kinder zum Schluss des Gottesdienstes als Geschenk der Pfarrei bekamen.
In seiner Predigt deutete der Pater das Motto „Jesus – unsere Wurzel“. Die Wurzel in ihrer Wortbedeutung sei zunächst ein Organ, mit dem sich Pflanzen im Untergrund verankern und Nährstoffe aufnehmen. „Wir Menschen spreche von unseren Wurzeln und meinen, die Heimat, den Ort der Geburt. Wir seien verwurzelt in den Familien der Eltern und Vorfahren. Doch wenn wir Jesus als unsere Wurzel meinen bedeute es, „dass er für uns Christen der Schöpfer, Heiland und Erlöser ist“, so der Pater. In Jesus verwurzelt zu sein heiße auch, die Gemeinschaft, lateinisch communio, mit ihm zu pflegen. „In der Kommunion haben wir eine ganz intensive Gemeinschaft mit Jesus Christus“. Jesus sagte „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch… und der bringt reiche Frucht. „Versuchen auch sie in Jesus verwurzelt zu bleiben, um ein gutes Vorbild für eure Kinder zu sein“, bat er die Eltern der Erstkommunionkinder. „Helft mit, dass sie später reiche Frucht bringen“.
Bei der Erneuerung des Taufgelöbnisses bekräftigten die Kinder laut „Ich glaube!“ und gemeinsam erklang „Fest soll mein Taufbund immer stehen“, während der Geistliche die Kinder und alle Gläubigen mit Weihwasser segnete. Bei den Fürbitten baten die Kinder u.a. „Begleite und beschütze uns auf unserem Lebensweg“. Hilf uns, einander Liebe und Zuneigung zu schenken und lass uns eine Gemeinschaft sein mit dir. Zur Gabenbereitungen sangen die Kinder „Gib Wurzeln mir, dass tief ich gründe“ und als Friedensgruß „Shalom chaverim“. Dann endlich kam der große Augenblick – und die Kinder empfingen aus der Hand des Priesters erstmals den Leib Christi.
Bevor die Kinder das Schlussgebet beteten, überbrachten einige Mütter, angeleitet und auf der Gitarre begleitet von Sonja Thaler, ihre Segenswünsche mit dem Lied: „Mein Kind, auf deinen Wegen bist du niemals allein. Gott wird mit seinem Segen an deiner Seite sein“. Sabine Kölbl dankte abschließend namens der Eltern Rosmarie Nirschl, Maria Kapsner, Gisela Krickl und Pater Joseph für die „schöne Zeit der Vorbereitung und für das wundervolle, gemeinsame Fest der Ersten Heiligen Kommunion mit uns und unseren Kindern“. Und das Gotteshaus erschallte beim Schlusslied „Großer Gott, wir loben Dich!“. – th
Zehn Buben und Mädchen empfingen in Saldenburg die Hl. Erstkommunion, worüber sich mit ihnen Rosmarie Nirschl (v.re.), Maria Kapsner, Pater Joseph sowie Klasslehrerin Rita Wolfschmitt (v.l.) und Gemeindereferentin Gisela Krickl freuten.
Foto: Georg Thurnreiter
Menü