Firmung in Thurmansbang

In Freundschaft mit Jesus leben

Ein Bericht von Georg Thurnreiter

Bischof Stefan Oster firmt 27 junge Christen aus dem Pfarrverband Thurmansbang-Zenting-Ranfels

Für 27 junge Christen aus dem Pfarrverband Thurmansbang-Zenting-Ranfels war es ein bewegender Moment: Bischof Stefan Oster spendete ihnen am Freitagvormittag das Sakrament der Firmung. Darüber freuten sich nicht nur ihre Angehörigen, sondern auch die große Pfarrfamilie, die sich in der festlich geschmückten Pfarrkirche St. Markus eingefunden hatte. Der Bischof ermunterte die Firmlinge, auch weiterhin „mit Gott in Verbindung zu bleiben“. Die Freundschaft mit Jesu sei „ein erfüllende Freude, die niemals aufhört“.

An der Schule warteten die Firmlinge mit ihren Angehörigen auf den Firmspender, um mit ihm und dem gesamten liturgischen Dienst, angeführt von der Thurmansbanger Blaskapelle, zum Gotteshaus zu ziehen. Schulkinder empfingen den Bischof mit dem Lied „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“, worauf er jedes Kind segnete. Vor der Kirche erwarteten dann die Kindergartenkinder mit bunten Luftballons und einem Lied den Gottesmann, der auch sie segnete, und überreichten ihm ein selbst bemaltes Kissen.

Kirchenpfleger Konrad Pfoser begrüßte den hohen Gast „in unserer schönen barocken Pfarrkirche“. Zum ersten Mal komme der Bischof als „Stellvertreter Christi“ nach Thurmansbang, freute sich Pfarrer Manfred Wurm und hoffte, er möge einen guten Eindruck gewinnen und gerne wiederkommen. Firmlinge überreichten dem Bischof eine Schatzkiste und baten ihn um die Gaben des Hl. Geistes, damit er „unsere Herzen für Gott öffne“, er ihnen Helfer und Beschützer sein möge und sie als verantwortungsbewusste Christen ihre Aufgaben erfüllen.

In seiner frei gehaltenen Predigt griff Bischof Stefan Oster auf die Apostelgeschichte zurück und erinnerte daran, wie es den Jüngern nach Jesu Tod ergangen ist. „Sie erlebten eine Achterbahn der Gefühle“, würde man heute sagen. Doch nach dem alles verloren schien, haben sie zu Pfingsten die Kraft des Hl. Geistes gespürt. Was bedeutet der hl. Geist für uns, für die Firmlinge heute?, fragte er und zeigte dies an den Worten Freundschaft und Freude auf. Freundschaft bedeute, „mit dem Herzen zu schauen“. Der Hl. Geist sei nur Trainer und Impulsgeber, er zwinge niemanden. Der Bischof lud dazu ein, in der Freundschaft mit Jesus zu bleiben. Dafür genügten täglich fünf Minuten – bei Erwachsenen vielleicht eine Viertelstunde -, um Jesus sein Herz auszuschütten, ihm seine Freude und Dankbarkeit mitzuteilen. Dadurch wachse langsam die Fähigkeit und das Gespür, den anderen mit Jesu Augen zu sehen. So wachse auch die Freude am Leben und am Glauben, eine Freude, die niemals aufhört „das wünsche ich euch von Herzen“ betonte Oster.

Die Firmlinge bekannten anschließend mit dem Taufgelübde ihren Glauben und der Bischof besprengte sie und alle Gläubigen mit Weihwasser, während der Chor „Fest soll mein Taufbund immer stehen“ anstimmte. Im stillen Gebet, während nur die Kirchenglocken läuteten, riefen alle Gläubigen mit dem Bischof den Hl. Geist mit seinen sieben Gaben auf die Firmlinge herab. Die Firmlinge baten in den Fürbitten um eben diese: die Gabe der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Mit Chrisam salbte der Bischof die 27 Firmlinge und spendete ihnen so das Sakrament der Firmung. Dabei nahm Bischof Stefan sich jeweils Zeit für ein kurzes persönliches Gespräch.
So „gestärkt“ sangen die jungen Christen „Brenne und wirke in uns, Hl. Geist!“. Der Bischof segnete abschließend die Kreuze, welche die Firmlinge zur Erinnerung erhielten. Pfarrer Manfred Wurm, der in Konzelebration mit dem Bischof und Pfarrer i.R. BGR Paul Zillner den Gottesdienst gefeiert hatte, lüftete zum Schluss das Geheimnis um den Inhalt der eingangs überreichten Schatzkiste: statt Blumen habe man ein Regular Franz von Sales als Dankgeschenk ausgesucht. Der Pfarrer dankte aber auch den Paten und Eltern sowie „ganz besonders“ dem Pastoralreferenten Josef Ponigl, der zudem als Chorleiter und Hornist mitgewirkt habe, für die Vorbereitung der Firmlinge auf diesen Tag, den der „Pfarrverbandschor“ mit Organistin Monika Rauch in wunderbarer Weise mit Gesang und Musik umrahmt habe. Nach dem Gottesdienst gab es einen Stehempfang am „Alten Pfarrhof“, bei dem der Bischof sich gerne „als Mann zum Anfassen“ präsentierte. So mancher Firmling und auch die Pfarrangehörigen nutzten die Gelegenheit zum Gespräch und einem Foto mit dem sympathischen Gottesmann. Danach waren alle Mitwirkenden und Beteiligten zum Mittagessen im „Gasthof Zur Post“ eingeladen.   – th

Die Firmlinge:

aus der Pfarrei Thurmansbang: Johanna Altmann, Alexa Anetsberger, Lukas Bart, Dominik Bauer, Vanessa Bauer, Anna-Lena Blöchl, Laura Braumandl, Sophia Jellbauer, Hanna Maier und Annabelle Wiesbauer;

aus dem Filialkirchsprengel Saldenburg: Jana Brunner, Antonia Ebner, Vincenz Geilhufe, Nadine Klessinger, Janina Röckl, Janic Seidenhofer und Nico Fuchs;

aus der Pfarrei Zenting: Tobias Gottal, Jonas Lobenz, Larissa Mondl, Eva Pledl, Tobias Saugspier und Timo Sigl;

aus der Pfarrei Ranfels: Tatjana Art, Benedikt Glashauser, Laura Grandner und Maximilian Maier.

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