Firmung Zenting 2018

„Bleibt im Gespräch mit Jesus – vergesst das Beten nicht“

Ein Bericht von Georg Thurnreiter   11.07.2018

Altbischof Wilhelm Schraml spendet in Zenting 37 Jugendlichen das Sakrament der Firmung

 

37 Jugendliche aus dem Pfarrverband Thurmansbang-Ranfels-Zenting empfingen in der Pfarrkirche St. Jakobus von Altbischof Wilhelm Schraml das Sakrament der Firmung. Seine „große Bitte“ an die Firmlinge und alle Gläubigen: „Bleibt im Gespräch mit Jesus – vergesst das Beten nicht“.

Vor dem Einzug in die festlich geschmückte Zentinger Pfarrkirche versicherten die Kindergarten-Kinder dem Altbischof „Wir sind Kinder in Gottes Garten“. Pfarrer Manfred Wurm begrüßte Wilhelm Schraml im Pfarrverband, in dem abwechselnd, heuer in Zenting, die Firmung stattfinde. „Der Hl. Geist reinigt euch, bereitet euch vor, auf ein Leben mit Gott“, wandte sich der Bischof an die Firmlinge, die im Bußakt baten, „mach unsere Herzen offen, dass wir Dich erkennen“ und den Hl. Geist als „Helfer und Beschützer“ erbaten, um im Glauben wachsen und die Aufgaben erfüllen zu können, „die du uns stellst“. In der Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer zeigte Martha Murr auf, was dieser für ein Leben aus dem Geist Jesu für erforderlich hielt: „Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn“. Und auch Jesus mahnte nach dem Evangelium von Johannes „Wenn ihr mich liebt und meine Gebote haltet, werde ich meinen Vater bitten, euch den Hl. Geist zu senden“.

Dieses Thema aufgreifend fragte Bischof Schraml in seiner Predigt „seit wann ist der Geist Gottes in Dir?“ und stellte fest: „Es begann mit der ersten Stunde deines Lebens, mit der Taufe bist du ein Kind Gottes geworden“. „In mir wohnt Gottes hl. Geist“, die sei die „größte Wahrheit für uns Christen“. Bei der Firmung, so Schraml, lege der Firmspender erneut die Hand auf und Gott wolle damit sagen „Ich brauche Dich. Du sollst andere Menschen für Gott begeistern“. Der Hl. Geist stärke die Firmlinge für diese Aufgabe. Apostel Paulus habe das Leben als Christ deutlich beschrieben, wie man bei der Lesung hören konnte: brüderliche Liebe und Achtung, Hoffnung, Geduld, Gastfreundschaft, Segnen und nicht verfluchen, eines Sinnes sein, nicht Böses mit Bösem vergelten und in Frieden mit allen Menschen zu leben. Der Hl. Geist ermuntere konkret dazu, dieses Leben zu leben.

„Mit Gott geht alles, ohne Gott geht nichts“, betonte der Bischof, der eine „große Bitte“ an die Firmlinge und die Gläubigen hatte: „Bleibt im Gespräch mit Jesus – vergesst das Beten nicht“. Das tägliche Gebet und der sonntägliche Gottesdienstbesuch gehörten zum guten Christsein einfach dazu. Denn ein Christ, der nicht bete, sei eine „wandelnde Lüge“, er sei nicht glaubwürdig, sondern „scheinheilig“. Nur die christliche Religion verkünde, dass Gott zu uns herabgestiegen und Mensch geworden sei, das sei die „tiefste Wahrheit“ unseres Glaubens, betonte Bischof Schraml. „Gott meint es gut mit uns, er bleibt bei uns, auch wenn wir gesündigt haben“, war er überzeugt. „Wenn ihr euch in dieser Weise bemüht, wird euer Leben schön, groß und reich werden“, versicherte er den Firmlingen. Abschließend dankte der Bischof den Firmhelfern und Eltern, „die für euch gebetet haben“, denn „wir sind nicht allein, wir alle sind Kirche Gottes“.

Nach der Erneuerung des Taufgelübdes besprengte der Bischof die Firmlinge und die Gläubigen in Erinnerung an die Taufe mit Weihwasser und rief im Gebet Gott um die Sendung des Hl. Geistes an. Bei der Firmung assistierte ihm Pfarrer Manfred Wurm. Die Firmlinge erbaten sich in den Fürbitten die sieben Gaben des Hl. Geistes: Wahrheit, Stärke, Mut, Liebe, Freude, Rat und Frömmigkeit. Zur Gabenbereitung überreichten die Firmlinge ihre traditionelle Firmspende an die Leiterin des Anto-niushofes in Daxstein (siehe gesonderter Bericht). Der Kirchenchor Zenting unter Leitung von Dr. Stephan Vollath, gestaltete den Gottesdienst mit. „Gib uns deinen Hl. Geist“ sangen die Firmlinge, mit der Gitarre begleitet von Monika Rauch, bevor der Altbischof die Firmkreuze segnete. Diese seien kein Schmuck, sondern ein „Zeichen des Glaubens und der Frömmigkeit“. Abschließend dankte Pfarrer Manfred Wurm für die Spende des Firmsakraments und lud zum anschließenden Stehempfang ein. Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ endete der festliche Gottesdienst.

Die Firmlinge

…aus der Pfarrei Thurmansbang: Paula Kraus, Sophia Murr, Eva Baumann, Victoria Laudi, Justin Seyfarth, Kerstin Winter, Michelle Wurm, Thomas Aigner, Tamara Ritzinger und Sebastian Donnerbauer, sowie

…aus dem Kirchsprengel Solla: Florian Ertl, Luca herzig, Selina Loibl, Bastian Biebl, Laura Kuppler, Julian Baumann und Paulina Dormann;

…aus dem Kirchsprengel Saldenburg: Alexandra Hundsrucker, Luca Donaubauer, Thomas Braml, Nico Besendorfer, Laura Stoiber, Anna-Lena Gsödl, Sandra Rauch und Florian Selke;

…aus der Pfarrei Zenting: Maurus Berndl, Jannik Edenhofer, Tobias Kronschnabl, Alina Scheungrab und Florian Taschner;

…aus der Pfarrei Ranfels: Christian Glashauser und David Stingl;

und als Gäste aus der Expositur Thannberg: Julian Kufner, Nico Roll, Julian Schmid, Jannik Kufner und Philipp Rösner.

 

 

Die Firmlinge stellten sich mit dem Firmspender, Altbischof Wilhelm Schraml (5.v.re.), Pfarrer i.R. Paul Zillner (2.v.r.), Pfarrer Manfred Wurm (v.l.) und Pfarrvikar, Pater Josephraj Gaspar, zum Erinnerungsfoto auf.

Altbischof Wilhelm Schraml spendete, assistiert von Pfarrer Manfred Wurm, 37 Jugendlichen aus dem Pfarrverband das Sakrament der Firmung.

Fotos: Thurnreiter

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